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Antje Weithaas – Violine

4. Konzert

Antje Weithaas -Violine / Christian Tetzlaff - Violine



Jean-Marie Leclair
Sonate Nr. 6 D-Dur

Béla Bartók
Duos für 2 Violinen Sz 98 (1931) (Nr. 33, 39, 20, 23, 22, 40)

Charles-Auguste de Bériot
Duo concertant op. 57 Nr. 1

Béla Bartók
Duos für 2 Violinen Sz 98 (1931) (Nr. 44, 19, 16, 28, 43, 36, 21, 42)

Eugčne-Auguste Ysaye
Sonate für 2 Violinen solo a-moll op. posth.

„Antje Weithaas gehört zu den großen Geigerinnen unserer Zeit.“
FonoForum

Eine bessere Botschafterin der Musik als Antje Weithaas kann man sich kaum denken. Immer stehen bei ihr die Musik und deren Vermittlung im Vordergrund. Und so gehört sie heute zu den gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen ihrer Generation. Ihr weitgefächertes Konzertrepertoire beinhaltet neben den großen Konzerten Mozarts, Beethovens und Schumanns sowie Klassikern der Moderne wie Schostakowitsch, Prokofjew, Hartmann und Ligeti auch selten gespielte Violinkonzerte wie die von Korngold, Schoeck und Gubaidulina.

Mit viereinhalb Jahren begann Antje Weithaas mit dem Geigenspiel. Sie studierte später an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Werner Scholz. 1987 gewann sie den Kreisler-Wettbewerb in Graz, 1988 den Bach-Wettbewerb in Leipzig und 1991 den Internationalen Joseph-Joachim-Violinwettbewerb in Hannover. Große Musikalität, Disziplin und Freude am Musizieren setzt sie auch bei ihren Schülern voraus – einige Jahre war Antje Weithaas Professorin an der Berliner Universität der Künste, 2004 wechselte sie an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Sie spielt ein Instrument von Peter Greiner aus dem Jahr 2001.

Engagements führten sie zu renommierten Klangkörpern wie dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, den großen deutschen Radio-Orchestern sowie zu zahlreichen internationalen Spitzenorchestern wie Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony, Philharmonia Orchestra, BBC Symphony und zu den führenden Orchestern der Niederlande, Skandinaviens und Asiens. Zu ihren Partnern am Dirigentenpult zählten dabei Künstler wie Vladimir Ashkenazy, Sir Neville Marriner, Yuri Temirkanov, Yakov Kreizberg, Sakari Oramo und Carlos Kalmar. Als künstlerische Leiterin der Camerata Bern arbeitet sie in der Saison 2010/2011 unter anderem mit Tabea Zimmermann und Jörg Widmann zusammen. In der Carnegie Hall, wo sie im Oktober 2010 mit dem Arcanto Quartett ihr Debüt gab, war sie im Mai 2011 für ein Duo-Rezital mit Christian Tetzlaff eingeladen. Als Artist in Residence bei den Bochumer Symphonikern hat sie 2010 zudem die Violinkonzerte von Beethoven und Widmann zu Gehör gebracht und das Orchester in mehreren Programmen geleitet.

Mit befreundeten Musiker-Kollegen wie den Geschwistern Tetzlaff, Clemens Hagen, Silke Avenhaus, Sharon Kam oder Lars Vogt spielt sie in wechselnden Formationen Kammermusik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Arbeit mit dem Arcanto Quartett. Auf den Erfolg der ersten beiden CDs dieses Quartetts mit Werken von Bartók und Brahms folgt in Kürze die Veröffentlichung einer dritten CD-Aufnahme mit Quartetten von Ravel, Dutilleux und Debussy. Mit Silke Avenhaus hat Antje Weithaas zudem mehrere hochgelobte Aufnahmen mit Violinsonaten von Brahms und Mendelssohn sowie Werken von Schubert, Saint-Saëns, Ravel und Fauré veröffentlicht.

„Tetzlaff offered a reading of the Brahms concerto that was at once immensely virtuosic and deeply personal. From his very first entrance, this was viscerally explosive violin playing, but always with a sense of purpose and richness of inner life. [..] But I think what ultimately moves people is the emotional openness and deep sincerity of Tetzlaff’s playing.”
Boston Globe, Juli 2009

Nachdem Christian Tetzlaff im Sommer 2010 bei Festivals wie „Spannungen“ in Heimbach, dem Risřr- und dem Stavanger-Festival in Norwegen, dem „Kissinger Sommer“ sowie den Salzburger Festspielen in diversen Kammermusikformationen zu erleben war, werden seine Konzerte als „Perspectives Artist“ an der New Yorker Carnegie Hall Schwerpunkt der Saison 2010/11. Er hat mit dem Boston Symphony Orchestra unter James Levine das Violinkonzert von Béla Bartók sowie die Uraufführung des Violinkonzertes von Harrison Birtwistle präsentiert, sein Konzert unter Sir Simon Rattle gespielt und war Solist und Leiter des Orchesters of St. Lukes. Außerdem hat er in New York einen Duoabend für zwei Violinen mit Antje Weithaas mit anschließendem, international ausgeschriebenem Meisterkurs (Schumann/Brahms/Bach) gegeben. Auch mit seinem Quartett tritt er in der Carnegie Hall zu Beginn einer umfangreichen USA-Tournee auf.
Christian Tetzlaff ist in nächster Zeit wieder eingeladen zu Konzerten mit Orchestern wie City of Birmingham (Nelsons), Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin (Nott), NDR-Sinfonieorchester Hamburg (Storgĺrds), London Symphony Orchestra (Harding), National Symphony Washington (Eschenbach), Toronto Symphony (Wigglesworth) und Swedish Radio Symphony (Blomstedt). Er ist Solist einer Europatournee des San Francisco Symphony Orchestra (Tilson Thomas).

Aufnahmen von Christian Tetzlaff schließen u. a. folgende Werke ein: die Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Dvorák, Joseph Joachim, Lalo und Tschaikowsky, alle Werke für Violine und Orchester von Sibelius, eine Gesamtaufnahme aller Violinkonzerte von Mozart mit der Deutschen Kammerphilharmonie, die Bartók-Violinsonaten mit Leif Ove Andsnes, die Bartók-Solosonate sowie die drei Brahms-Violinsonaten mit Lars Vogt. Christian Tetzlaff erhielt für seine Aufnahmen zweimal den Diapason d’Or, den Edison Preis, den Midem Classical Award sowie den ECHO-Preis, ferner Nominierungen für den Grammy. Neu einspielen wird er die die Klaviertrios von Schumann mit Tanja Tetzlaff und Leif Ove Andsnes, Streichquartette von Sibelius und Schönberg, Szymanowsky’s Violinkonzert Nr. 1 mit den Wiener Philharmonikern und Boulez sowie Violinkonzerte von Schumann und Mendelssohn mit dem hr-Sinfonieorchester und Paavo Järvi.
Christian Tetzlaff spielt eine Geige des deutschen Geigenbauers Peter Greiner.