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6. Konzert am 17. April 2012
Witold Lutoslawski
Chain I für 14 Spieler
Ludwig van Beethoven
Violinkonzert D-Dur op.61
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550
Das Orchester musica assoluta bündelt die engagiertesten jungen Musiker der Region. Preisträger internationaler Wettbewerbe sind ebenso dabei wie junge Professoren der Hochschule für Musik und Theater Hannover und exzellente bühnenerfahrene Orchestermusiker. Als einzigartiger jugendlich-vitaler, flexibler Klangkörper zielt das Orchester auf eine starke Verwurzelung im niedersächsischen Raum bei gleichzeitiger internationaler Konzerttätigkeit. Ab Oktober 2011 wird musica assoluta mit einer eigenen Konzertreihe in der Galerie Hannover-Herrenhausen präsent sein.
Allerhöchste musikalische Kompetenz, Vitalität und Neugier sind für die Musiker von musica assoluta und ihren künstlerischen Leiter, den Komponisten und Dirigenten Thorsten Encke, die Grundvoraussetzungen ihrer Arbeit. Seit seinem Debüt in Hannover 2009 setzt das Orchester auf stilistische Vielfalt und programmatische Erneuerung. Mit Ausstrahlung und geballter Energie verschafft es dem Konzerterlebnis Aktualität und Konzentration. Dabei geht es dem hochmotivierten Ensemble um nichts weniger als die Neuentdeckung der Musik.
Thorsten Encke
Geboren 1966, studierte Thorsten Encke Violoncello und Dirigieren bei Friedrich-Jürgen Sellheim, Lynn Harrell und William A. Schaefer in Hannover und Los Angeles. 1995 schloß er sein Studium mit dem Konzertexamen ab. Als Cellist sammelte er Erfahrungen auf allen Feldern der klassischen Musik, spielte als Solist und gewann Preise bei internationalen Wettbewerben. Er konzertierte in verschiedenen Kammermusikformationen und lernte das Orchester- und Opernrepertoire unter Dirigenten wie Bernhard Haitink, Paavo Järvi, Daniel Harding und Dimitri Kitajenko kennen.
Mit dem Gewinn des Kompositionswettbewerbs des Pablo Casals Festivals im südfranzösischen Prades 2005 nahm die musikalische Laufbahn des Komponisten, Dirigenten und Cellisten Thorsten Encke eine neue Wendung. Wo vorher das Cello im Zentrum seiner musikalischen Aktivitäten stand, traten jetzt vermehrt kompositorische Projekte, verbunden mit dem Dirigat eigener Werke, in den Vordergrund. Als Komponist setzt Thorsten Encke auf intensives Partiturstudium und praktische Erfahrung in Zusammenarbeit mit Musikern und Ensembles. Neugier und Offenheit leiten ihn bei der Umsetzung seiner Ideen; Glaubenssätze von Schulen Neuer Musik interessieren ihn nicht.
Inzwischen ist Thorsten Encke ein vielgefragter Komponist, erhält Stipendien und Kompositionsaufträge der Niedersächsischen Landesregierung, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, des Norddeutschen Rundfunks und der Sommerlichen Musiktage Hitzacker. Seine Werke werden im In- und Ausland gespielt.
Der Wunsch, mit einem eigenen Orchester auf das Podium zu treten, entspringt für Thorsten Encke der Überzeugung, die Fülle seiner musikalischen Erfahrung in einem besonderen Ensemble bündeln zu können. Zusammen mit herausragenden Musikern möchte er eine musikalische Lebhaftigkeit entwickeln, die die Einzigartigkeit des Konzerterlebnisses neu definiert.
Agata Szymczewska
Agata Szymczewska (*1985 in Danzig) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren an der Musikschule in Koszalin. Seit 2004 ist sie Studentin in der Klasse von Professor Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Ihre musikalische Ausbildung vertieft sie durch regelmäßige Teilnahmen an der von Seiji Ozawa gegründeten International Music Academy Switzerland. Agata ist bereits mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe. Im Oktober 2006 gewann sie den 1. Preis, die Goldmedaille sowie den Publikumspreis beim XIII. Internationalen H. Wieniawski Violinwettbewerb in Posen. 2009 erhielt Agata den „London Music Masters Award” und debütierte in London in der Wigmore Hall. Daraufhin erhielt sie eine Einladung des London Philharmonic Orchestra mit dem Mendelssohn- Violinkonert in der Royal Festival Hall im Herbst 2010.
Als Solistin spielte Agata Szymczewska in vielen Ländern Europas, u. a. in der Victoria Hall in Genf, im Concertgebouw in Amsterdam, im Konzerthaus in Berlin, im Theatre des Champs-Élysées in Paris, in den Berwaldhallen in Stockholm, im Bolshoi Theater in Moskau, bei Festivals wie Schleswig-Holstein und Braunschweig Classix, aber auch in China, Korea, Japan, Kanada und Israel. Sie musizierte mit namhaften Dirigenten wie Krzysztof Penderecki, Seiji Ozawa, Andrey Boreyko, Maxim Vengerov, Eiji Oue, Jerzy Maksymiuk, und Moshe Atzmon. Im Jahre 2005 erhielt sie von Seiji Ozawa eine Einladung zu einer ausgedehnten Konzerttournee durch China und Japan.
Als Kammermusikerin spielte Agata mit Gidon Kremer und Franz Helmerson im Rahmen von „Chamber Music connects the World” der Kronberg Academy. Im 2009 nahm sie das 1. und 2. Klavierquintett von Grazyna Baciewicz bei der Deutschen Grammophon u. a. mit dem weltbekannten Pianisten Krystian Zimerman auf.
Agata Szymczewska spielt eine Antonio Stradivarius (Cremona ca. 1680) als Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.