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„Antje Weithaas gehört zu den großen Geigerinnen unserer Zeit.“
FonoForum
Eine bessere Botschafterin der Musik als Antje Weithaas kann man sich kaum denken. Immer stehen bei ihr die Musik und deren Vermittlung im Vordergrund. Und so gehört sie heute zu den gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen ihrer Generation. Ihr weitgefächertes Konzertrepertoire beinhaltet neben den großen Konzerten Mozarts, Beethovens und Schumanns sowie Klassikern der Moderne wie Schostakowitsch, Prokofjew, Hartmann und Ligeti auch selten gespielte Violinkonzerte wie die von Korngold, Schoeck und Gubaidulina.
Mit viereinhalb Jahren begann Antje Weithaas mit dem Geigenspiel. Sie studierte später an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Werner Scholz. 1987 gewann sie den Kreisler-Wettbewerb in Graz, 1988 den Bach-Wettbewerb in Leipzig und 1991 den Internationalen Joseph-Joachim-Violinwettbewerb in Hannover. Große Musikalität, Disziplin und Freude am Musizieren setzt sie auch bei ihren Schülern voraus – einige Jahre war Antje Weithaas Professorin an der Berliner Universität der Künste, 2004 wechselte sie an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Sie spielt ein Instrument von Peter Greiner aus dem Jahr 2001.
Engagements führten sie zu renommierten Klangkörpern wie dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, den großen deutschen Radio-Orchestern sowie zu zahlreichen internationalen Spitzenorchestern wie Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony, Philharmonia Orchestra, BBC Symphony und zu den führenden Orchestern der Niederlande, Skandinaviens und Asiens. Zu ihren Partnern am Dirigentenpult zählten dabei Künstler wie Vladimir Ashkenazy, Sir Neville Marriner, Yuri Temirkanov, Yakov Kreizberg, Sakari Oramo und Carlos Kalmar. Als künstlerische Leiterin der Camerata Bern arbeitet sie in der Saison 2010/2011 unter anderem mit Tabea Zimmermann und Jörg Widmann zusammen. In der Carnegie Hall, wo sie im Oktober 2010 mit dem Arcanto Quartett ihr Debüt gab, war sie im Mai 2011 für ein Duo-Rezital mit Christian Tetzlaff eingeladen. Als Artist in Residence bei den Bochumer Symphonikern hat sie 2010 zudem die Violinkonzerte von Beethoven und Widmann zu Gehör gebracht und das Orchester in mehreren Programmen geleitet.
Mit befreundeten Musiker-Kollegen wie den Geschwistern Tetzlaff, Clemens Hagen, Silke Avenhaus, Sharon Kam oder Lars Vogt spielt sie in wechselnden Formationen Kammermusik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Arbeit mit dem Arcanto Quartett. Auf den Erfolg der ersten beiden CDs dieses Quartetts mit Werken von Bartók und Brahms folgt in Kürze die Veröffentlichung einer dritten CD-Aufnahme mit Quartetten von Ravel, Dutilleux und Debussy. Mit Silke Avenhaus hat Antje Weithaas zudem mehrere hochgelobte Aufnahmen mit Violinsonaten von Brahms und Mendelssohn sowie Werken von Schubert, Saint-Saëns, Ravel und Fauré veröffentlicht.