Bühnenbild: Birgit Bott
9355: Karsten Zinser
Kapo: Andreas Stadler
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Dan Clancy
ins Deutsche übertragen von Volkmar Clauß
Das KZ Sachsenhausen: Als Uhrmachermeister hat der jüdische Gefangene Benjamin (Nr. 1793) eine Sonderstellung, die ihm zunächst einmal das Überleben sichert. Zur Unterstützung wird ihm eines Tages der Häftling Hans (Nr. 9355) zugeordnet. Doch der hat – um seine Haut zu retten – nur vorgegeben, sich mit dem Reparieren von Uhren auszukennen. Und Hans trägt den rosa Winkel der Homosexuellen. Doch die gegenseitige Abneigung wird Stück für Stück überwunden, die beiden Häftlinge brauchen sich: Hans kann Benjamin Informationen über seine Familie verschaffen, im Gegenzug lässt dieser ihn nicht auf-fliegen. Und sie brauchen sich, um die Hölle des Lageralltags zu überstehen, mit Humor und der Liebe zur Oper, die die beiden verbindet.
Dem jungen New Yorker Autoren Dan Clancy ist mit „Hüter der Zeit“ ein bewegendes Stück über die Annäherung zweier Menschen aus unterschiedlichen Welten unter unmenschlichen Bedingungen gelungen.
Dabei werden der grausamen Wirklichkeit des KZs berührende Momente der Menschlichkeit mit Sensibilität und überraschendem Humor entgegen gestellt. Die Inszenierung übernimmt Lars Wernecke, der neben mehreren Inszenierungen auf der Hauptbühne in den letzten Jahren in der Kleinen Residenzhalle „Das wilde Fest“ in der Spielzeit 2010/11 steigen ließ.