Bühne und Kostüme: Giovanni de Paulis
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Roland Schimmelpfennig
Carol und Martin sind bei ihren Freunden Liz und Frank zum Abendessen eingeladen. Liz hat frisches Brot gebacken und Gemüse vorbereitet – alles nicht zu aufwendig. Es soll ein schöner Abend werden, an dem sie sich ganz den Freunden widmen möchte. Im Medizinstudium und bei der Arbeit im Krankenhaus lernten sich die vier kennen. Danach trennten sich die Wege. Carol und Martin gingen als Ärzte in ein Entwicklungsland, während Frank in der Uniklinik der Stadt Karriere machte und mit Liz eine Familie gründete.
Ein beginnender Bürgerkrieg hat Carol und Martin gezwungen das Entwicklungsland zu verlassen. Zurücklassen mussten sie ein kleines Waisenmädchen, das auf ihre Hilfe und die Spenden aus dem Ausland angewiesen ist. Nun kreisen die Gespräche immer wieder um dieses Mädchen, aber auch um die Tochter von Liz und Frank. Sechs lange Jahre haben sich die befreundeten Paare nicht gesehen. Doch der Abend, der als harmonisches Wiedersehen gedacht war, eskaliert. Sprachlosigkeit und Misstrauen überschattet die Begegnung der einstigen Freunde.
Der westliche Umgang mit Afrika und anderen Ländern der so genannten Dritten Welt wird in Roland Schimmelpfennigs Auftragsarbeit für das Volcano Theatre in Toronto mit satirischer Schärfe unter die Lupe genommen.